Rasse

Altair Jarkaja Zvezda
Altair Jarkaja Zvezda

Geschichte

In Mitteleuropa erfreut sich der „Wheaten", wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wird, steigender Beliebtheit. Es handelt sich aber keineswegs um eine Neuzüchtung, sondern, im Gegenteil, um eine alte Terrierrasse von der grünen Insel Irland, die es dort wohl schon vor mehr als 200 Jahren gegeben hat. Die Entstehungsgeschichte ist weitgehend unbekannt, weil sie kaum schriftlich dokumentiert ist. Die Erklärung liegt auf der Hand: Die Hunde gehörten einfachen Leuten, die oft nicht lesen und schreiben konnten, und zudem andere Sorgen als die Dokumentation der Hundezucht hatten. Tatsache ist aber, dass diese Terrier bei Bauern und Landpächtern als Wach- und Hütehunde gehalten wurden. Ebenso wurden sie für die Jagd auf Raubwild und das zweifelhafte Vergnügen von Hundekämpfen eingesetzt. Die Zuchtauswahl erfolgte, sofern geplant, nach den Kriterien der Tauglichkeit als vielseitiger Gebrauchshund. Das Aussehen war unwichtig. Es ist schon bemerkenswert, dass das Ergebnis einer einzig auf Zweckmäßigkeit ausgerichteten Zuchtauslese einen solch attraktiven Hund hervorgebracht hat! Aber vermutlich macht gerade seine unverfälschte Schönheit, seine irische Einfachheit diesen Terrier so interessant!

Wesen und Haltung

 

Der Irish Soft Coated Wheaten ist eine alte Hunderasse, und passt doch hervorragend in unsere Zeit. Seine Anpassungsfähigkeit und Intelligenz erlauben es, dass er sich bestens in die Rolle als Begleithund fügt. Dabei kommt er mit jungen und älteren Menschen gleichermaßen gut zurecht. Hervorzuheben sind seine Kinderfreundlichkeit und sein Familiensinn - der „Wheaten" kann als idealer Familienhund bezeichnet werden! Ein intelligenter und aktiver Hund stellt aber andererseits auch Ansprüche. Dieser Terrier fordert seine Besitzer, und will selbst gefordert werden. Er benötigt reichlich Bewegung und Beschäftigung, um sich zu entfalten. Muss er sein Leben als Stubenhocker fristen, kann er destruktiv und aggressiv werden, was bei artgerechter Haltung nicht dem Wesen dieser Rasse entspricht. Das irische Temperament dieser Hunde hat sich bis heute erhalten, was vor allem bei manchen Rüden deutlich wird. Konsequente, aber liebevolle Erziehung sowie intensive Sozialisierung mit Menschen und Artgenossen machen sie zu freundlichen, umgänglichen und liebenswerten Kameraden.

Ein Hund für alle Fälle

  Wird dem Bewegungs- und Beschäftigungsdrang dieses Iren entsprochen, dann ist die Haltung einfach. Der „Wheaten" fühlt sich in einer Etagenwohnung ebenso wohl wie in einem Haus mit Garten - wenn er nur möglichst nahe bei seinem Besitzer sein darf. Er ist wachsam, aber kein Kläffer, und hat einen ausgeprägten Schutztrieb. Die Pflege des Haarkleids braucht Zeit, ist aber nicht schwierig. Der ISCWT hat seidiges, welliges Haar ohne Unterwolle. Wird er 2-3 mal wöchentlich gründlich bis auf die Haut gebürstet und gekämmt, verliert er kein Haar und sieht stets gepflegt aus. Ausstellungshunde werden so geschnitten, dass die Vorzüge des Hundes betont werden.

Text: Autor Otto Krcal, WUFF-online, Ausgabe 2001-10